James Cook – der bedeutendste Entdecker des Südpazifiks

Gepostet am 26. April 2012 in Entdecker der Weltgeschichte | Kommentare deaktiviert für James Cook – der bedeutendste Entdecker des Südpazifiks

Noch Mitte des 18. Jahrhunderts war die Südsee für Europa unerforschtes Gebiet. Man vermutete dort den unbekannten Kontinent „Terra Australis“. England plante eine Expedition, offizielle Mission dieser Seereise waren astronomische Beobachtungen auf Tahiti. Wegen des großen Platzbedarfes für die wissenschaftlichen Ausrüstungen wurde ein ehemaliges Kohletransportschiff umgebaut, es erhielt den Namen „Endeavour“. Als Schiffsführer berief die Royal Society James Cook.

James Cook wurde 1728 in ärmlichen Verhältnissen geboren. Mit 18 Jahren entdeckte er die Seefahrt für sich, zunächst arbeitete er auf Kohletransportschiffen. Wegen der besseren sozialen Aufstiegschancen wechselte er zur Royal Navy. Auf seinen ersten Reisen erkundete er die Ostküste Kanadas, den Sankt-Lorenz-Strom und die neufundländischen Gewässer. James Cook arbeitete dort erstmals als Kartograph, er erarbeitete Seekarten und Seehandbücher. Wegen seiner präzisen Arbeiten wurde die Royal Society auf ihn aufmerksam.

1768 begann seine erste Südseereise mit der „Endeavour“. Kap Horn wurde umrundet, auf Tahiti wurden die astronomischen Beobachtungen erfolgreich durchgeführt. Danach folgte die Erfüllung des zweiten, geheimen Auftrages der Royal Society für James Cook, die Erforschung des südlichen Pazifik.
James Cook kartographierte ausführlich Neuseeland. Dabei entdeckte er Nord- und Südinsel, die Wasserstraße zwischen den Inseln wurde später „Cookstraße“ benannt. Weitere Stationen waren die Ostküste Australiens und das „Great Barrier Reef“. Cook fand die später nach ihm benannte Passage durch das Riff, die Trennung Australiens und Neuguineas wurde nachgewiesen.

Da die Existenz eines südlichen Kontinentes noch nicht geklärt war, wurde James Cook 1772 mit der „Resolution“ auf eine zweite Südseereise geschickt. Mehrere Vorstöße immer weiter südlich führten dazu, dass Cook als Erster den südlichen Polarkreis überquerte und dabei einmal die damals unbekannte Antarktis umkreiste.

Zu einer dritten Südseereise bot sich James Cook freiwillig an, das ruhige Leben an Land war für ihn nicht geeignet. Eigentliches Ziel dieser Reise war es, die Nordwestpassage zwischen Atlantik und Pazifik zu finden. Dies scheiterte an Flauten, Eis und Schnee; die Reise ging wieder in den Pazifik.
1779 befand sich die „Resolution“ vor Hawaii, die Beziehung zu den Einheimischen war zunächst freundschaftlich. Als die Beziehungen sich verschlechterten, ordnete James Cook die Abreise an. Wegen eines Mastbruches musste die „Resolution“ nach Hawaii zurückkehren, es kam zur Eskalation. In einem Gemetzel wurde James Cook von den Einheimischen erstochen.

James Cook hat den Pazifik von Tahiti bis Sibirien erforscht, viele Inseln im Südpazifik wurden von ihm entdeckt. Seine präzisen topographischen und hydrographischen Aufzeichnungen waren die Grundlage für Forschung und Schiffsverkehr im Pazifik bis ins 20. Jahrhundert hinein.

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